Besuch in der Steinwaldbrennerei
Thumsenreuth. (bwa) Dass die Herstellung von hochwertigem Hochprozentigen recht mühsam ist, erfuhren die Schützen bei der Besichtigung der Steinwälder Hausbrennerei Schraml in Erbendorf. Martin Schraml zeigte ihnen auf humorvolle Weise den Werdegang von der Maische zum edlen Brand auf, und sie erfuhren auch, dass Früchte wie etwa Waldbeeren nur ihren Geschmack, also ihren „Geist“ hergeben und nicht gebrannt werden.
Seit 1818 besteht das Familienunternehmen und heimst regelmäßig internationale Preise wie den „World Spirit Awards“ ein. Der „Stonewood 1818“, ein limitierter, zehn Jahre im Eichenfass gelagerter Single Grain Whisky, wurde sogar in „Jim Murray’s Whisky-Bible“ mit der hohen Punktzahl von 91 aufgenommen. Aber auch Biere verschiedener Brauereien brennt der „Zierderbeck“. Eines dieser Produkte ist der Zoiglbrand aus kommungebrautem Zoiglbier.
Nach der Besichtigung gab es eine kräftige Brotzeit in der Zoiglstube, denn es galt noch einiges an edlen Bränden zu testen. Wie in einem alten Protokollbuch nachzulesen ist, also traditionsgemäß „trennte man sich nur ungern zu später Stunde“.
